DEUTSCHLAND-REISE – Das letzte große Abenteuer

 

15.02.2017 | 17.00 Uhr | Bruno Maul

Was gibt’s noch zu entdecken auf dieser Welt?
Welch spektakuläres Abenteuer kann man noch erleben? Im Handstand durch die Mongolei… 20Jahre, 200.000km durch 5 Kontinente… Den letzten unverseuchten Eingeborenen aus seinem Nest scheuchen… Oder langsam mit dem Fahrrad durchs eigene Land ziehen und mit offenen Augen und Ohren sehen, woran man sonst nur schnell vorbei rauscht. Wer kennt schon das Dorf, hinter dem Dorf, nach der eigenen Stadt. Wer hat schon einmal die feinen regionalen Unterschiede in Landschaft, Kultur und den Eigenheiten der Bevölkerung wahr genommen.

Manuela Wetzel und Bruno Maul sind mit ihrer sieben Monate alten Tochter Frida und Hund Fridolin vor der eigenen Haustür gestartet und haben sich wie Vagabunden oder Tippelbrüder auf die Suche nach der unbekannten Heimat gemacht. Natürlich mit dem Luxus eines gedeckten Bankkontos im Hintergrund. Jeden Tag neue Dörfer, jeden Tag neue Menschen. Stellen Sie sich einmal selbst Ihr eigenes Dorf, Ihre eigene Stadt vor aus den Augen eines Neuankömmlings. Wie würde Ihr Dorf, Ihre Stadt wirken?

Durch das entschleunigte Reisen erschien den beiden diese Welt wie eine Parallelwelt. So vieles, das einem im Alltag gar nicht auffällt. Sei es der Mohn am Ackersaum, die Geschichte eines alten bayrischen Bauers, der alleine in seinem riesigen Hof lebt, oder haarsträubende Erzählungen, wie damals, nach der Wiedervereinigung Deutschlands, Treuhand-Förder-Gelder missbraucht wurden, damit westliche Unternehmen unliebsame Konkurrenz aus dem Osten ausschalten konnten. Nebenbei sind die Beiden wieder einmal ihrem Motto „auf den Spuren der Musik“ treu geblieben und haben Straßenmusiker interviewt, porträtiert und deren Musik aufgenommen, um einmal hin zu hören „wie klingt Deutschland?“ Lustige und melancholische Gitarren- und Akkordeon-Musik untermalen die fotografischen Werke des Berufsfotografen Bruno Maul.

 

 


 

Bruno Maul

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Bruno Maul ist am 21.Oktober 1975 in Immenstadt im Allgäu geboren. Auf seiner Suche nach einer Berufung führte ihn sein Interesse am Reisen und an fremden Kulturen hin zur Fotografie.

Seine ersten Streifzüge begannen 1999 auf dem Fahrrad von Deutschland nach Portugal, 2003 reiste er ein halbes Jahr durch die verschiedenen Länder Südamerikas, zum Teil auf dem Pferderücken oder auf einem selbst gebauten Floß durch Ecuador den Amazonas- Nebenfluss „Rio Napo“ hinunter. 2004 folgte eine fotografische Begleitung eines Hilfstransportes von Deutschland nach Kasachstan. Nach Absolvieren der Fotografen-Ausbildung bis 2005, machte er sich gleich wieder auf die Reise. Diesmal führte ihn sein Weg zum zweiten Mal nach Kuba, wo er zusammen mit einem Tontechniker eine Bild- und Tonreportage über die jungen Kubaner und die moderne kubanische Musik anfertigte. In den darauffolgenden Jahren präsentierte Bruno Maul mit seiner Dia-Audio-Vision „CUBA libre? MENSCHENMACHT MUSIK“ das Land Kuba aus einer selten betrachteten Perspektive. Sein Programm: Bilder und Geschichten hautnah am Menschen, gepaart mit Musik aus den Hinterhöfen und Elendsvierteln Havannas – eine seltsame Mischung aus kubanischer Lebensfreude und perspektivloser Niedergeschlagenheit. Zugute kamen ihm immer wieder seine fundierten Spanischkenntnisse sowie seine Fähigkeit, zu den Menschen leicht ein vertrauensvolles Verhältnis aufzubauen. Mehrere Vortrags-Tourneen quer durch den deutschsprachigen Raum verschafften ihm den nötigen Namen, um auf international anerkannte Festivals und Vortragsreihen eingeladen zu werden. Diese Erfolge ermöglichten weitere Reisen.

2007-2008 unternahm er eine einjährige Reise zusammen mit Lebensgefährtin Manuela Wetzel. Mit dem Fahrrad starteten sie in Deutschland und durchquerten die verschiedenen Länder des Balkans und des Orients bis nach Ägypten. Auch auf dieser Reise standen wieder Menschen und Musik der durchreisten Länder im Mittelpunkt.

Im Mai 2011 der Start zum neuen Projekt. Wieder hieß es: „Mit dem Fahrrad auf den Spuren der Musik“. Diesmal ging Bruno Maul mit seiner Lebensgefährtin auf Spurensuche in der Heimat. Was tut sich im anscheinend unspektakulären, piefigen Deutschland? Seine schöne, schräge, schrille und stille Musik sowie all seine wunderbaren Menschen wurden zum Thema dieser Reise-Reportage. Auf dieser Reise war auch die damals sieben Monate alte Tochter Frida im Fahrrad-Anhänger mit von der Partie. Kaum war die Reise beendet gewann auch diese Bild- und Ton-Reportage im Oktober 2012 einen Preis in der Kategorie „Bester Gesamtvortrag“ auf dem 14. internationalen Abenteuer- und Reise-Diafestival „el mundo“ in Judenburg / Österreich.

www.bruno-maul.de


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